Eine Tote ruft nach Bier | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Das Wanfrieder Ensemble bringt mit „Es kimmt immer annerschde, als wie me denkt“ ein lebendiges Lustspiel auf die Bühne, das den Saal in Heldra zwei Stunden lang zum Lachen brachte.

Eine Tote ruft nach Bier

Die Laienspielgruppe Wanfrieder Kom(m)ödchen zeigte mit ihrem ersten Stück „Es kimmt immer annerschde, als wie me denkt“ eine beeindruckende Bühnenpräsenz. Die Premiere vom 18. November im Bürgerhaus Heldra füllte den Saal bis auf den letzten Platz, ebenso die zweite Aufführung vergangenen Sonntag. Das Ensemble verlieh den Szenen wunderbare Energie und sorgte für eine begeisterte Stimmung.

Kurz zur Handlung: Im Zentrum standen Irma Koslowski (Edith Feußner) und Heinrich Koslowski (Thomas Umlauf). Engel Lara (Karin Rathgeber) erschien im Wohnzimmer und erklärte Heinrich, dass er als Nachfahre von Noah eine neue Arche bauen müsse. Der Bier-durstige Geist von Oma Martha (Annegret Bamberg) mischte sich ein und verstärkte das Chaos mit viel Klamauk. Die drei gerieten daraufhin in einen skurrilen Lauf mit der Psychiaterin (Margit Gebhard), Eva vom Bauamt (Ulla Walther), Sägewerk und Tierpark, der eine ordentliche Parodie auf den deutschen Bürokratie-Wahnsinn darstellte.

Der Höhepunkt folgte mit Gottes Stimme, die kraftvoll verkündete, dass doch keine Sintflut komme, weil die Menschheit sich mit ihren eigenen Regeln längst selbst an den Rand des Untergangs manövriere. Das Publikum honorierte diesen humorvollen Abschluss mit ausgiebigen Ovationen.

Das Lustspiel überzeugte durch Humor, Tempo und ein Ensemble, das sichtlich Freude am Spiel zeigte. Eine kulturelle Bereicherung für Wanfried!

„Wir hoffen, dass sich noch ein paar Menschen melden, die Lust auf Theater haben, damit wir mit der Auswahl der nächsten Stücke nicht so eingeschränkt sind.“, wünscht sich Annegret Bamberg und freut sich auf alles, was da noch kommen mag.

Eine DVD des Stückes gibt es zu erwerben in der Redaktion des WANNEFREDDERS.